Hohe Kunst auf´s platte Land

Donnerstag, 28. April, 20:00 Uhr, li.wu.

Dokumentarfilm, DE , 2021, R: Jörg Herrmann, 110 min

 

Auf höchster Ebene beschlossen, wurde ab 1964 in Rostock der einzige Kunstmuseumsneubau der DDR erbaut. Gedacht als „Waffe“ im „Kalten Krieg“, stand das moderne Ausstellungshaus stets im Fokus politischer Begehrlichkeiten. Trotz harter Auseinandersetzungen zwischen künstlerischem Anspruch und ideologischen Interessen, zwischen internationaler Orientierung und provinzieller Besitzstandswahrung, entwickelte sich die Kunsthalle zum Publikumsmagneten. Mit der Wende eröffneten sich völlig neue Perspektiven. Doch schon bald drohte die Kunsthalle im Widerstreit zwischen künstlerischem Aufbruchswillen und finanziellen Rahmenbedingungen zu scheitern. Im Subtext dreht sich alles um die Fragen; was ist und was will Kunst – unterhalten, erbauen, anregen, provozieren oder Geldanlage sein?

  • Filmschaffende vor Ort

Jörg Herrmann

  • geboren 1963

  • Diplomstudium für Schiffstechnik an der Universität Rostock

  • 1995/1996 Kurs für Videographik/ Videoproduktion am ifnm Rostock mit IHK und „City and Guilds of London“ Abschlüssen

  • seit 1997 freier Autor und Regisseur nonfiktionaler Filmprojekte, hauptsächlich in den Bereichen Geschichte, Musik und Kunst

Filmography (selection)

  • 2016 » Video-Lese-Projekt zur „Ästhetik des Widerstands“

  • 2013 » Macht und Ohnmacht – Die Staatssicherheit in Rostock

  • 2010 » Zwischen Liebe und Zorn

  • 2007 » Der Traum vom Fliegen – Ernst Heinkel

  • 2003 » War-Requiem in Peenemünde

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