JUNGER FILM | Manifest

Der Wettbewerb im Kontext des Festivals

Der Wettbewerb JUNGER FILM ist das Zentrum dieses Festivals, und er soll für die junge Filmszene zum wichtigsten und attraktivsten Wettbewerb eines jeden Jahres werden.

  • die Zulassung eines Films zum Wettbewerb ist eine Auszeichnung der filmischen Qualität und Originalität
  • FiSH ist ein Publikumsfestival, in dem jeder Filmemacher seinen Film in hoher technischer Bild-/Tonqualität im Resonanzraum von mind. 150 bis 300 Filmbegeisterten erlebt
  • FiSH ist ein diskursives Festival, in dem jeder Filmemacher seinen Film in öffentlichen Jurydiskussionen, in Bühnengesprächen zum Film sowie in anschließenden Fach- und Streitgesprächen des Publikums erlebt

Wettbewerbszulassung

Zu unserem Anspruch gehört, möglichst alle jungen Filmemacher bis 27 Jahre bundesweit zu erreichen und sie einzuladen, sich mit ihren ambitionierten, ihren besten Filmen an diesem Wettbewerb zu beteiligen.

Zugelassen sind alle Filme,

  • die nicht älter als zwei Jahre sind
  • deren Autor/en nicht älter als 27 Jahre ist/sind (zum Zeitpunkt der Filmfertigstellung), wobei die Mitwirkung Älterer an der Filmproduktion kein Ausschlusskriterium ist
  • die nicht kommerziell sind (d.h. Filme, die nicht in Erwerbs- oder in anderen wirtschaftlichen Zusammenhängen – wie Auftragsproduktion – entstanden sind)
  • die nicht länger als – in der Regel – 30 Minuten sind (FiSH versteht sich aber nicht als reines Kurzspielfilmfestival, Ausnahmen sind zulässig,wenn die Qualität des Films dies rechtfertigt)

Wettbewerbsprogramm und Auswahlgremium

Das Wettbewerbsprogramm soll die inhaltlich und formtechnisch interessanten Strömungsbewegungen und Innovationen eines Filmjahrgangs zu erfassen. Von den Juroren unseres Auswahlgremiums wird sowohl entschiedene Subjektivität als auch und gleichzeitig ästhetische Toleranz und eine hohe Interessenspannbreite in der Rezeption und Bewertung unterschiedlichster Inhalte und ästhetischer Ausdrucksformen erwartet.

Auswahlkriterien

Die Filmauswahl zum Wettbewerb hat ein einfaches Suchbild: Welche Filme sind die besten und die interessantesten Filme eines Wettbewerbsjahrgangs?

Kriterien dafür sind:

  • der Film hat „Herzblut“, d. h. er ist thematisch relevant und authentisch, er erzählt seinem Publikum etwas, was dem Filmemacher nicht gleich gültig, sondern – im Gegenteil – so aufwühlend und ungeheuer wichtig ist, das er spürbar deswegen darüber einen Film macht
  • die filmische Erzählweise ist frisch und unkonventionell oder sogar originär und innovativ, die Filmsprache ist nicht bloß handwerklich glatt gehandhabt, sie weicht ab vom unambitionierten, bloß professionell routinierten, schnöden Effekt haschenden Mainstream in Kino, TV und Web
  • der Film hat die Potenz, das Publikum zu packen, es zu unterhalten und herauszufordern, es zu erregen und aufzuregen, es zu Reaktionen und damit zu Diskussionen zu verleiten
  • entscheidendes Kriterium ist beim JUNGEN FILM der erzählte Inhalt im Vorrang gegenüber der erzählerischen Form, soweit das überhaupt unterscheidbar ist

Preisjury

Die transparent und öffentlich agierende, heterogen zusammengesetzte Fachjury vergibt im ernsthaften Ringen für Filme, die diesen Ansprüchen am besten genügen, eine Goldmedaille. Den Preis „Film des Jahres“ vergibt die Jury zusätzlich und darüber hinaus an den Film, der am ehesten den provokanten Kick eines außergewöhnlichen Kunsterlebens vermittelt.

Zuletzt überdacht und geändert von der FiSH-Programmgruppe,
Rostock, im Januar 2013